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Drei Freunde, zwei Städte, eine Frage

Am Fenster

Ben merkt wie der Alkohol ihm langsam das Denken aus der Hand nimmt. Ganz vorsichtig. Er dreht sich zu Simone um fragt sie nach einer Zigarette, nachdem er zu ihr ans Fenster getreten war.

„Sag mal, kann es sein dass ich bald ankommen werde.“
„Wie meinst du das?“
„Na ja, dass es jetzt mit der Wanderschaft bald vorbei ist.“
„Hast Du das Gefühl?.“
„Dinge zeigen sich gerade so klar. So einfach.“
„Du meinst mit Maren?“
„Nein, generell. Es ist so wie wenn der Smog weg ist. Wie wenn man wieder über die Stadt klar sehen kann.“
„Du trinkst ja auch weniger in den letzten Monaten. Vielleicht ist es das. Dein Körper ist nicht mit sich selber beschäftigt.“
„Findest Du? Aber mit Maren sind die Dinge weiterhin sehr schwierig. Sie schläft ja immer noch mit diesen Typen aus Hamburg.“
„Mit Dir aber auch.“
„Stimmt.“
„Wie hältst Du eigentlich diese Situation aus.“
„Ich habe einfach zu ihr aufgeschlossen. Ich liebe sie auch nicht mehr, der Sex ist aber immer noch sehr gut. Das macht die Sache einfacher.“
„Es ist nie einfacher, wenn die Liebe sich rausgezogen hat.“
„Vielleicht hast Du Recht. Aber nur vielleicht.“
„Wann siehst Du sie wieder?“
„Morgen.“
„Sollen wir noch eine Flasche aufmachen?“
„Vielleicht.“

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